Schulbeschreibung der Förderschule in Greven

Die Schule an der Ems wurde am 01.08.2015 gegründet. Sie ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung in der Sekundarstufe I. Wir sind in der Trägerschaft des Kreises Steinfurt und unser Einzugsgebiet schließt die Städte Ladbergen, Saerbeck, Altenberge, Nordwalde, Laer, Horstmar, Steinfurt, Borghorst, Emsdetten und Greven ein. Zurzeit besuchen ca. 80 Schülerinnen und Schüler in fünf Klassen unsere Schule.

Die Schulleitung ist zurzeit nur durch den Schulleiter, Herrn Knapheide, besetzt. Es arbeiten 14 Kolleginnen und Kollegen sowie drei Lehramtsanwärterinnen und -anwärter, zwei Sozialpädagoginnen, eine Heilerziehungspflegerin und eine Sozialpädagogin im Anerkennungsjahr sowie eine Bundesfreiwilligendienstlerin bei uns.

Die Schule verfügt über genügend Klassenräume, eine Lehrküche, die mit dem angrenzenden Vorbereitungsraum als Mensa genutzt wird, einen Physikraum, einen Computerraum, einen Musikraum, einen Textilraum, mehrere Werkräume, eine Turnhalle, einen Raum für Schulsozialarbeit und einen Schulkiosk. Auf dem Schulhof besteht die Möglichkeit, Basketball, Tischtennis und Fußball zu spielen. Außerdem gibt es Kletter- und Schaukelangebote. Darüber hinaus entstand der neue Schulteich als Rückzugsmöglichkeit und natürlicher Lernort. Die Schule an der Ems ist eine Bildungseinrichtung im gebundenen Ganztag. Hier werden zur Zeit die Klassen fünf bis acht unterrichtet. Wir arbeiten immer im Klassenlehrerteam.

Leitbild

“Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“

Was bedeutet dieser Satz für uns.

Die Ausssage des griechischen Philosophen Aristoteles wurde zum Leitsatz unseres Systems. Wir alle sind bestimmten Voraussetzungen unterlegen, bringen Anlagen mit, sind beeinflusst durch andere. Diese Grundlagen sind oft nicht zu ändern. Allerdings versuchen wir gemeinsam in unserer Schule Wege zu finden das „persönliche Segel“ so zu setzen, dass jeder mit oder trotz der beschriebenen Basis „seinen Lebensweg“ findet. Wir akzeptieren jeden Menschen so wie er ist und wissen, dass jedes Verhalten auch seinen Ursprung hat.

Pädagogische Leitziele

Unsere drei großen Ziele sind:

  • In Frieden leben.
  • In Ruhe arbeiten.
  • Erfolg im Leben.

Wir arbeiten an diesen Zielen, in dem wir die Kompetenzen Bedürfnisaufschub, Frustrationstoleranz und Selbstkontrolle in den Fokus unserer Trainings legen. Dabei helfen uns Methoden wie die Ruheregel oder das Schreiben von sogenannten Lobbriefen (Wunschbriefe). Hierzu fand ein 2-tägiges einführendes Sozialtraining in allen Klassen statt.

Je besser die beschriebenen Kompetenzen beim Einzelnen sind, desto größer ist der Erfolg bei den genannten Zielen.

Unsere Kinder und Jugendlichen sind motiviert an den Kompetenzen zu arbeiten, weil es Anerkennungstöpfe gibt, die von den Schülerinnen und Schülern mit entwickelt wurden. Das bedeutet, die Weiterentwicklung der Kompetenzen ist für die Schülerinnen und Schüler wichtig, da sich die Anerkennung lohnt.

Unterstützt werden unsere Schülerinnen und Schüler in einer positiven Entwicklung ihres Verhaltens durch die Präventivprogramme Fit & Stark und Fit for Life. Wir legen ein besonderes Augenmerk auf die Mobbingprävention.

Unser Verstärkersystem

Unsere Schülerinnen und Schüler können zurzeit inklusive der Taxifahrt zur Schule bzw. dem Schulhinweg bis zum Schulende Punkte sammeln. Hierbei wird positives Verhalten im Sinne der oben genannten Ziele, Kompetenzen sowie für die Bereiche Arbeits- und Sozialverhalten im klasssischen Sinn zur beobachteten Grundlage. Die gesammelten Punkte werden vom einzelnen Schüler, von der einzelnen Schülerin für persönliche Anerkennung eingelöst. Parallel dazu finden in den Klassen bei Erreichung einer bestimmten gemeinsamen Punktzahl sogenannte Jokeraktionen statt, an denen alle Schülerinnen und Schüler teilnehmen dürfen.

Entsprechen die Schülerinnen und Schüler in ihrem gezeigten Verhalten den abgesprochenen Erwartungen nicht, so entscheiden sie sich für sogenannte „Hinweise“. In einer Abstufung von 1 – 5 Hinweisen erfahren sie vorher klar festgelegte und besprochene Konsequenzen. Diese Handlungsstufen sollen den Kindern und Jugendlichen helfen, wieder besser am Unterricht teilnehmen zu können. Entscheidet sich eine Schülerin oder ein Schüler für fünf Hinweise, führen diese am Ende der Woche ein Wiedergutmachungsgespräch mit unserer Sozialpädagogin. Sie entwickeln in diesem Setting Vorhaben, mit denen sie innerhalb einer Woche ihr gezeigtes Verhalten wiedergutmachen können.

Schullaufbahn

„Ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung besteht, wenn sich eine Schülerin oder ein Schüler der Erziehung so nachhaltig verschließt oder widersetzt, dass sie oder er im Unterricht nicht oder nicht hinreichend gefördert werden kann und die eigene Entwicklung oder die der Mitschülerinnen und Mitschüler erheblich gestört oder gefährdet ist.“ (AO-SF § 4, Abs. 4)

An unserer Schule können theoretisch alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden:

An unserer Schule können theoretisch alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden:

  • der Förderschulabschluss (Förderschwerpunkt Lernen)
  • der Hauptschulabschluss nach Klasse 9
  • der Hauptschulabschluss nach Klasse 10 und
  • bei erfolgreichem Besuch der Klasse 10 Typ B der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife)

Wir müssen festhalten, dass dieses letzte beschriebene Ziel an unserer Schule nicht reaalistisch ist. Die intensive pädagogische Arbeit im Bereich der Verhlatensmodifikation (siehe Beschreibung des Förderschwerpunktes ESE) ist so zeitintensiv, dass hier alleine aus diesem Grund die Möglichkeit fehlt, ein entsprechendes Bildungsangebot machen zu können.

Einige unserer Schülerinnen und Schüler werden im Bildungsgang Lernen unterrichtet.

„Ein Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Lernen besteht, wenn die Lern- und Leistungsausfälle schwerwiegender, umfänglicher und langandauernder Art sind.“ (AO-SF § 4, Abs. 2) Für diese Schülerinnen und Schüler gibt es die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 (nach 10 Schulbesuchsjahren) oder den Förderschulabschluss Lernen nach der Klasse 10 zu erwerben.

Unsere Schule versteht sich als sogenannte „Durchgangsschule“. Das bedeutet, dass die Rückschulung der Schülerinnen und Schüler in eine Regelschule unser großes pädagogisches Ziel ist.

Der gebundene Ganztag

Wie beschrieben, werden die Klassen 5 – 8 im gebundenen Ganztag unterrichtet. Das bedeutet, dass der Unterricht an den Tagen Montag, Dienstag und Donnerstag um 15:15 Uhr endet. Grundsätzlich beginnt der Unterricht an der Schule an der Ems um 8:20 Uhr. Aktuell entstand ein neuer Mensabereich, in dem die vier Klassen gemeinsam zu Mittag essen können. In den Nachmittagsstunden bieten wir den Schülerinnen und Schülern ein motivierendes AG-Angebot.

AG-Angebote und Projekte
AG- Angebote an unserer Schule sind:

  • AG-Schulkiosk
  • AG Fussball
  • AG Metall
  • AG Werken
  • AG Hauswirtschaft
  • AG Voltigieren
  • AG Textil
  • AG Boxen
  • AG Musik
  • AG Mädchen
  • AG Streitschlichter
  • Musikprojekt „lasst uns Rappen“ + CD

Darüber hinaus arbeiten wir zur Zeit in Kunstprojekten, in dem Projekt „Schulteich. Wir führen ebenfalls das Projekt „Respektvolle Sprache“ in allen Klassen durch. Es ist uns wichtig der Verrohung der Sprache entgegenzuwirken. Deshalb fördern wir die respektvolle Sprache in unserer Schülerschaft. Auch hierfür können sie positiv Punkte sammeln und für eine tolle Klassenaktion einlösen.

Des Weiteren nehmen wir an den Landesprojekten „Schule der Zukunft“, „Bildung und Gesundheit“ und „Zukunftsschulen“ teil.

Ein wichtiger Baustein der Bildungsarbeit an unserer Schule ist die Prävention.

Förderschule Greven